Antje Niendorf
SchriftstellerinEssays über Machtstrukturen.
Lyrik, Textfragment und Grafik an Schwellen.
Andere Welten mit fantastischen Romanen.
Ich schreibe dort, wo sich hinter Bewusstseinsentwicklung Machtstrukturen verbergen, und dort, wo neue Räume entstehen können, jenseits vertrauter Grenzen. Zwei Formen, ein Blick: Bourdieu und Foucault auf der einen Seite, Lyrik und Bild auf der anderen. Und häufig zieht es mich in fantastische Welten, um ihnen ihre eigenen Gesetze aufzuerlegen.
Fraktale der Macht
Essayserie auf Substack
Simulationen von Ganzheit in der Coachingszene
Wie entsteht in der deutschen Coaching- und Bewusstseinsszene ein Markt für Heilung und Transformation? Welche Autoritätsformen halten ihn in Gang? Ich untersuche, wie aus existenziellen Fragen, Leidenserfahrungen und dem Wunsch nach Veränderung verkäufliche Angebote werden. Erkenntniswege, die als Werkzeuge der Selbstoptimierung vermarktet werden, und totalisierende Heilsversprechen bilden zentrale Mittel einer Szene, die sich der Erschaffung einer besseren Welt verschrieben hat und dabei doch archaische Machtstrukturen reinszeniert.
Die Essayserie verbindet Bourdieus Feldtheorie, Foucaults Diskursmacht und Canettis Figur des Überlebenden mit neurowissenschaftlichen Perspektiven, Risikoforschung und konkreten Fallstudien.
„Wenn Bewusstsein an die Stelle von Politik tritt, bleibt Macht unangetastet.“
„Fraktale der Macht“ ist ein Sachbuchprojekt, an dem ich derzeit arbeite. Einige Kapitel veröffentliche ich vorab auf Substack, damit die Texte dort atmen dürfen, bevor sie sich im Buch zu einem größeren Ganzen fügen.
Die Themen greifen aktuelle Konflikte auf, die öffentlich verhandelt werden, etwa um Deepak Chopra und die Epstein-Files sowie um Veit Lindau und das Phönix-Seminar. Ein eigenes Kapitel widmet sich Stefanie Stahl und der Frage, was geschieht, wenn komplexe psychotherapeutische Konzepte in ein populärpsychologisches Schema überführt werden. Es untersucht außerdem, was es für ein Feld bedeutet, wenn die Bücher einer Autorin und Fachexpertin einen solchen Erfolg haben, dass sie Deutungshoheit beansprucht.
Der erste Teil des Buches nimmt politische Kommunikation in den Blick. Anhand der eskalierten Pressekonferenz zwischen Trump, Vance und Selenskyj im Oval Office sowie des gemeinsamen Fotos von Trump und Selenskyj bei der Beisetzung von Papst Franziskus arbeite ich jene Fraktale der Macht heraus, die im weiteren Verlauf des Buches in der Coaching- und Bewusstseinsszene wiederkehren: selbstähnliche Muster von Autoritätsbildung, Hierarchisierung und Deutungshoheit. Von dort führt die Analyse weiter zur zunehmend vertikalen politischen Kommunikation und zur Medienkritik in Deutschland während der Corona-Pandemie, von Montgomerys Satz über die „Tyrannei der Ungeimpften“ bis zu Joachim Gaucks „Bekloppten“.
StörsignaleWie Macht Macht sichtbar macht
Metanarzissmus: Deepak Chopra, SAND und die Marktlogik des CharismasEin Essay über charismatische Herrschaft, Marktlogik und die Frage, warum im psychospirituellen Feld oft nur ein Personalwechsel stattfindet
Rosa Koppelmann, Deepak Chopra und die Illusio der Coaching-SzeneWie Geld zu Energie umcodiert, Kritik eingehegt und Schweigen zur Grenzsetzung eines Feldes wird: ein Essay über die psychospirituelle Szene.
Deepak Chopra, Epstein und die Logik des spirituellen FeldesDieser Text analysiert, wie symbolische Macht, Survivorship Bias und Feldlogik gemeinsam dafür sorgen, dass Opfer unsichtbar bleiben und wer von diesem Schweigen profitiert. Mit Bourdieu, Canetti und einem Blick in Ein-Sterne-Amazon-Rezensionen.
Kein glückliches FindelkindEin Essay über epistemische Macht und die Frage, wer beansprucht, das Innere anderer Menschen besser zu kennen als sie selbst
Wer das Innere deutet, regiertWie Stefanie Stahl, Coaching und populäre Psychologie Verletzlichkeit aktivieren und zugleich ihre eigenen Grenzen unsichtbar machen
Veit Lindau: Vier Psychosen, Phönix und das Schweigen der SzeneEin Essay über Risiko, Macht und die neurobiologische Verschiebung von Aufmerksamkeit, wenn Erfolg Selbstkorrektur schwächt.
Blieb ich doch dort, wo der Horizont sich golden färbte
Künstlerbuch: Text und Bild an der Schwelle
Was wäre, wenn man dem jüngeren Ich begegnen könnte, nicht um zu warnen, sondern um zu bezeugen? Das Buch bewegt sich an Schwellen: zwischen Damals und Heute, zwischen dieser Welt und einer anderen. Fragmentarische, lyrische Texte sind mit Grafik und Bild verwoben, nicht illustrierend, sondern als eigene, zweite Erzählspur.
Blieb ich doch dort –
bliebst du doch dort –
eines Tages, wenn das Licht sich aus den Ecken stiehlt.
Eine Kunst-Edition zum Künstlerbuch
FineArt-Prints, Kalender, kleine Objekte
Parallel zum Künstlerbuch „Blieb ich doch dort, wo der Horizont sich golden färbte“ erscheint eine eigene Kunstkollektion: FineArt-Prints, ein Kunstkalender und weitere limitierte Stücke mit Motiven aus dem Buch. Jedes Stück ist nummeriert, in kleiner Auflage handgefertigt und signiert.
Außerdem: Kampf um Anurin
Eine vierbändige Fantasy-Reihe, entstanden vor den Essays, erzählt in einer anderen Sprache. Band 4 ist gerade in Arbeit. Zur Reihe →