Antje Niendorf

Antje Niendorf

Schriftstellerin

Essays über Machtstrukturen.
Lyrik, Textfragment und Grafik an Schwellen.
Andere Welten mit fantastischen Romanen.

Ich schreibe dort, wo sich hinter Bewusstseinsentwicklung Machtstrukturen verbergen, und dort, wo neue Räume entstehen können, jenseits vertrauter Grenzen. Zwei Formen, ein Blick: Bourdieu und Foucault auf der einen Seite, Lyrik und Bild auf der anderen. Und häufig zieht es mich in fantastische Welten, um ihnen ihre eigenen Gesetze aufzuerlegen.

Antje Niendorf
Foto: Carolin Döhler

Fraktale der Macht

Essayserie auf Substack

Simulationen von Ganzheit in der Coachingszene

Fraktale der Macht

Wie entsteht in der deutschen Coaching- und Bewusstseinsszene ein Markt für Heilung und Transformation? Welche Autoritätsformen halten ihn in Gang? Ich untersuche, wie aus existenziellen Fragen, Leidenserfahrungen und dem Wunsch nach Veränderung verkäufliche Angebote werden. Erkenntniswege, die als Werkzeuge der Selbstoptimierung vermarktet werden, und totalisierende Heilsversprechen bilden zentrale Mittel einer Szene, die sich der Erschaffung einer besseren Welt verschrieben hat und dabei doch archaische Machtstrukturen reinszeniert.

Die Essayserie verbindet Bourdieus Feldtheorie, Foucaults Diskursmacht und Canettis Figur des Überlebenden mit neurowissenschaftlichen Perspektiven, Risikoforschung und konkreten Fallstudien.

„Wenn Bewusstsein an die Stelle von Politik tritt, bleibt Macht unangetastet.“

„Fraktale der Macht“ ist ein Sachbuchprojekt, an dem ich derzeit arbeite. Einige Kapitel veröffentliche ich vorab auf Substack, damit die Texte dort atmen dürfen, bevor sie sich im Buch zu einem größeren Ganzen fügen.

Die Themen greifen aktuelle Konflikte auf, die öffentlich verhandelt werden, etwa um Deepak Chopra und die Epstein-Files sowie um Veit Lindau und das Phönix-Seminar. Ein eigenes Kapitel widmet sich Stefanie Stahl und der Frage, was geschieht, wenn komplexe psychotherapeutische Konzepte in ein populärpsychologisches Schema überführt werden. Es untersucht außerdem, was es für ein Feld bedeutet, wenn die Bücher einer Autorin und Fachexpertin einen solchen Erfolg haben, dass sie Deutungshoheit beansprucht.

Der erste Teil des Buches nimmt politische Kommunikation in den Blick. Anhand der eskalierten Pressekonferenz zwischen Trump, Vance und Selenskyj im Oval Office sowie des gemeinsamen Fotos von Trump und Selenskyj bei der Beisetzung von Papst Franziskus arbeite ich jene Fraktale der Macht heraus, die im weiteren Verlauf des Buches in der Coaching- und Bewusstseinsszene wiederkehren: selbstähnliche Muster von Autoritätsbildung, Hierarchisierung und Deutungshoheit. Von dort führt die Analyse weiter zur zunehmend vertikalen politischen Kommunikation und zur Medienkritik in Deutschland während der Corona-Pandemie, von Montgomerys Satz über die „Tyrannei der Ungeimpften“ bis zu Joachim Gaucks „Bekloppten“.

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Blieb ich doch dort, wo der Horizont sich golden färbte

Künstlerbuch: Text und Bild an der Schwelle

Was wäre, wenn man dem jüngeren Ich begegnen könnte, nicht um zu warnen, sondern um zu bezeugen? Das Buch bewegt sich an Schwellen: zwischen Damals und Heute, zwischen dieser Welt und einer anderen. Fragmentarische, lyrische Texte sind mit Grafik und Bild verwoben, nicht illustrierend, sondern als eigene, zweite Erzählspur.

Künstlerbuch – Cover
Künstlerbuch – Ansicht 2 Künstlerbuch – Innenseite Künstlerbuch – Innenseite Künstlerbuch – Innenseite

Blieb ich doch dort –
bliebst du doch dort –
eines Tages, wenn das Licht sich aus den Ecken stiehlt.

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Eine Kunst-Edition zum Künstlerbuch

FineArt-Prints, Kalender, kleine Objekte

Parallel zum Künstlerbuch „Blieb ich doch dort, wo der Horizont sich golden färbte“ erscheint eine eigene Kunstkollektion: FineArt-Prints, ein Kunstkalender und weitere limitierte Stücke mit Motiven aus dem Buch. Jedes Stück ist nummeriert, in kleiner Auflage handgefertigt und signiert.

FineArt-Print „Wutfabrik“ FineArt-Print „Geradewohl, sagt er, es geht geradeaus“ Notizbuch aus der Kunst-Edition Postkarten-Set aus der Kunst-Edition Kunstkalender 2026 FineArt-Print „Zornsteuern jetzt“ FineArt-Print auf Leinwand „im spiegelmagazin“ FineArt-Print „Zornsteuern jetzt“
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Kampf um Anurin – Band 1 bis 3

Außerdem: Kampf um Anurin

Eine vierbändige Fantasy-Reihe, entstanden vor den Essays, erzählt in einer anderen Sprache. Band 4 ist gerade in Arbeit. Zur Reihe →